Heute mal in eigener Sache ;)

Kurz nach meiner Ausbildung zum Coach bei change concepts in Bonn durfte ich meine Gedanken zum Thema „Selbstständig als Coach“ in einem Interview mit Oliver Müller teilen…

 

Interviews mit Absolventen, Teil 14: Natascha Kliewer

Natascha KliewerLiebe Natascha, nach deiner Coaching-Ausbildung bei change concepts hast du dich als Coach selbständig gemacht. Wann war das genau und was bietest du genau an? Wer ist deine Zielgruppe? Was macht dich als Coach aus?

Ich habe mich ziemlich direkt nach der Ausbildung zum Systemischen Coach an das Thema Selbstständigkeit gewagt. Das war Ende 2017 und so stehe ich noch ziemlich am Anfang meiner Selbstständigkeit. Meine Zielgruppe sind Studentinnen und Studenten, die ihre Abschlussarbeiten vor sich haben. Darüber hinaus biete ich Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung, allgemeinen Krisen im Studium an und widme mich dem Thema Studieren mit Kind. Aktuell biete ich das Coaching hauptsächlich im Raum Köln/Bonn an und arbeite parallel an einer Möglichkeit, die Seminare auch als Online-Kurse bundesweit anzubieten.

… Das ganze Interview gibt es hier.

Gute Vorsätze und wie du Ziele im Studium wirklich erreichen kannst

“Was hast du für Vorsätze fürs neue Jahr?” “Was nimmst du dir für dieses Jahr vor?” Sind dir diese Fragen dieses Jahr auch schon gestellt worden? Mir schon, und jedes Mal fühle ich ich ein kleines bisschen ertappt Dinge zu sagen wie “mehr Sport treiben, gesünder Essen, mehr Zeit für die Kinder nehmen usw.”

Was bedeuten gute Vorsätze für dich?

Doch was bedeutet es überhaupt einen guten Vorsatz zu haben? Sind das gute Absichten, Hoffnungen anderer oder das schlechte Gewissen, das über die Feiertage immer lauter geworden ist?

Wenn auch deine “guten Vorsätze” mit

  • ich sollte (mehr lernen)
  • ich müsste (mehr Sport treiben)
  • ich könnte (mehr für die Uni tun)

anfangen, kannst du sie dir auch direkt sparen. Denn es wird wohl kaum ein paar Wochen dauern, bis sie mit einem “und wie lange haben deine Vorsätze dieses Jahr gehalten?” wieder verworfen sind. Meistens sind unsere Freunde so nett, dann so was zu sagen wie “ach ja, bei mir halten Sie auch nicht lange ” Und das Thema ist vom Tisch. Doch wie kommt das eigentlich?

Was die Wisschenschaft zu guten Vorsätzen sagt:

Die “guten Vorsätze” und deren Nichteinhaltung sind ein spannendes Forschungsthema und in der London Business School Review erschien ein Artikel, der der Frage nachgeht, warum wir uns an unsere eigenen Vorsätze nicht halten.

  1. Der “what the hell effect” beschreibt die Tendenz bei der Überschreitung selbst gesetzter Grenzen/Vorsätze noch einen drauf zu setzen, denn für den aktuellen Tag haben wir eh schon versagt, da kommt es auf den Rest des Tages nun auch nicht mehr an. Aber am nächsten Tag kann mit neuem Eifer und frischer Motivation ein neuer Anfang gemacht werden. Du hast dir zum Beispiel vorgenommen ab jetzt mehr zu lernen und bis zum Nachmittag hast du dich nicht aufraffen können. Dann lässt du es auch einfach für den Rest des Tages, denn morgen wirst du es ganz sicher und bestimmt tun.
  2. Ein weiterer Punkt ist der sogenannte “Blind Optimism” der blinde Optimismus. Obwohl du aus Erfahrung eigentlich weißt, dass der eine Termin, der gute Vorsatz oder eine bestimmte Aufgabe realistischerweise nicht erreicht werden können hälst du an dem Enddatum fest. Das Ergebnis ist dann leider, dass wir unsere Ziele bis dahin nicht erreicht haben, die Frustration steigt und wir scheitern.

Glücklicherweise hat Madan Pillutla in seinem Artikel auch zwei Lösungsvorschläge genannt.

  1. Wir sollten aufhören Entscheidungen zu treffen, von denen wir doch eigentlich wissen, dass wir sie nicht einhalten können – eine realistisch getroffenen Entscheidung ist weitaus mutiger als zu allem einfach “ja” zu sagen.
  2. Falls du noch “gute Vorsätze” aus dem alten Jahr mit dir rumschleppst, trau dich sie neu zu bewerten und ggf. anzupassen

Wie du deine Ziele wirklich erreichen kannst:

Wie du vielleicht raushören konntest, halte ich nicht viel von “guten Vorsätzen”, aber von ZIELEN, von denen halte ich viel. Denn deine Ziele können greifbar sein, konkret formuliert, du kannst sie in Worte fassen oder auch in Bildwelten zusammenkleben. Vor allem aber kann dein Ziel realistischerweise erreicht werden. Eine Möglichkeit besteht darin es SMART zu machen. Diese Methode taucht oft in Vorlesungen zum Thema Projektmanagement auf, vielleicht kennst du sie schon?

SMART steht für

Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert

Diese fünf Punkte sind das A und O bei der Zieldefinition und in dem Arbeitsblatt findest du ein paar hilfreiche Fragen, mit denen du deinem persönlichen Ziel für dieses Semester, die nächsten Wochen oder auch für das Jahr 2018 Schritt für Schritt näher kommst.

Das Arbeitsblatt zum Thema Ziele erreichen im Studium für 2018 kannst du dir hier herunterladen.

Ein persönlicher Tipp am Schluss. Egal was du dir vornimmst, überprüfe dein WARUM. Warum willst du dieses Ziel erreichen? Was ist anders, wenn du dieses Ziel erreicht hast? Welche positiven Auswirkungen wird es haben, wenn du dein Ziel erreichst? Denn wenn du dein WARUM kennst, kennst du deinen Hauptmotivator!

Viel Erfolg beim Erreichen deiner Ziele, deine